Neurofeedback bei Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) – Unterstützung von Stabilität und Resilienz
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung, die nach extrem belastenden oder traumatischen Ereignissen auftreten kann. Sie beeinträchtigt emotionale Stabilität, Schlaf, Aufmerksamkeit und alltägliche Funktionsfähigkeit. Neurofeedback bei PTBS bietet eine wissenschaftlich fundierte, nicht-invasive Methode, um die Selbstregulation des Gehirns zu unterstützen, emotionale Belastung zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.
Was ist PTBS?
PTSB entwickelt sich nach traumatischen Erfahrungen wie Unfällen, Naturkatastrophen, Gewalt- oder Kriegserlebnissen. Typische Symptome sind:
- Wiedererleben des Traumas in Flashbacks oder Albträumen
- Vermeidung von Erinnerungen oder Situationen, die an das Trauma erinnern
- Übererregung mit erhöhter Wachsamkeit, Reizbarkeit oder Schreckhaftigkeit
- Emotionale Taubheit oder Rückzug
- Schlaf- und Konzentrationsstörungen
Veränderungen der Gehirnaktivität bei PTBS
Bei PTSB zeigen neurobiologische Studien Veränderungen in Hirnarealen, die für Emotionen, Stressverarbeitung und Gedächtnis zuständig sind, insbesondere in Amygdala, Hippocampus und präfrontalem Cortex. Diese Dysbalancen führen zu erhöhter emotionaler Reaktivität, Angst, Hypervigilanz und beeinträchtigter Stressregulation.
Neuroplastizität – Grundlage für Neurofeedback bei PTBS
Das Gehirn besitzt die Fähigkeit zur Neuroplastizität, also die Anpassung und Neubildung neuronaler Netzwerke. Diese Fähigkeit kann genutzt werden, um emotionale Stabilität zu fördern, überaktive Stressreaktionen zu reduzieren und die Selbstregulation zu verbessern.
Neurofeedback bei PTSB nutzt diese Plastizität gezielt, um das Gehirn zu trainieren, effizientere Muster der Stress- und Emotionsverarbeitung zu entwickeln.
Wie funktioniert Neurofeedback bei PTBS?
Beim Neurofeedback Training bei PTSB wird zunächst die individuelle Gehirnaktivität analysiert, um Über- oder Unteraktivierungen in stressrelevanten Netzwerken zu identifizieren. Auf Basis der Analyse werden Trainingsparameter festgelegt, die auf Reduktion von Hypervigilanz, Verbesserung der emotionalen Regulation und Stabilisierung der Aufmerksamkeit ausgerichtet sind.
Durch regelmäßige Neurofeedback-Sitzungen lernt das Gehirn, überaktive Stress- und Angstnetzwerke zu regulieren und stabilere neuronale Prozesse aufzubauen.
Wann ist Neurofeedback bei PTBS sinnvoll?
Neurofeedback kann besonders sinnvoll sein, wenn:
- Traumatische Erlebnisse zu Flashbacks, Albträumen oder ständiger Anspannung führen
- Emotionale Instabilität und Übererregung bestehen
- Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen oder Gedächtnisprobleme auftreten
- Begleitende Angst- oder depressive Symptome bestehen
Ziele der Neurofeedback Therapie bei PTBS
Die Hauptziele von Neurofeedback bei PTSB sind:
- Stärkung der emotionalen Selbstregulation
- Reduktion von Stressreaktionen und Hypervigilanz
- Verbesserung von Schlaf, Aufmerksamkeit und Gedächtnis
- Unterstützung der Bewältigung traumatischer Erfahrungen
- Steigerung der Lebensqualität